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wer-wir-sind

In der Waldschule Kinderhaus leben, lernen und arbeiten zur Zeit 280 SchülerInnen
unterstützt von einem multiprofessionellem 40 köpfigem Team aus LehrerInnen,
sozialpädagogischen Fachkräften und FörderschullehrerInnen mit unterschiedlichen Stundenkontingenten, LehramtsanwärterInnen, Berufseinstiegsbegleitern, Honorarkräften, PraktikantInnen und ehrenamtlichen Unterstützern.
Die Waldschule Kinderhaus ist eine Stadtteilschule. Mit der Reduzierung der
Hauptschulangebote besuchen vermehrt auch Kinder aus anderen Stadtteilen oder Städten (Stadt Greven) die Waldschule Kinderhaus.
Die Waldschule Kinderhaus wird bereits seit 1991 als Ganztagsschule mit mindestens 2 Pflichtnachmittagen und einem verlässlichem Betreuungsangebot bis 15.30 Uhr für alle Schülerinnen und Schüler von montags bis donnerstags geführt. Die Schule wird
durchgängig zweizügig und bereits seit dem Schuljahr 2008/2009 im 60-Minuten-Takt geführt.
Seit 2008/2009 werden Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im „Gemeinsamen Lernen“ unterrichtet (2017: Schülerzahl: 33). Das geschieht aktuell in allen Klassen
(Aus-nahme: Klasse 10B). Förderschwerpunkte sind:
Lernen, emotionale und soziale Entwicklung, Sprache, körperlich-motorische
Entwicklung, geistige Entwicklung.
Ca. 50 Kinder und Jugendliche ohne deutsche Sprachkenntnisse oder mit nur geringen deutschen Sprachkenntnissen werden seit Herbst 2015 in speziellen Sprachfördergrup-pen gefördert und sukzessive in die zugehörigen Stammklassen integriert. (Waldschule Kinderhaus als Referenzschule). Ein Sprachförderkonzept wurde entwickelt und wird prozessbegleitend aktualisiert und weiterentwickelt.

Die Säulen unserer Arbeit liegen in den Bereichen:
Individuelle Förderung – Berufswahlvorbereitung – Soziales Lernen – Kulturelle Bildung – Globales Lernen und Gesundheit

INDIVIDUELLE FÖRDERUNG
In der Waldschule gehen wir von der Individualität des Kindes aus, sehen die Kompeten-zen eines Kindes und nehmen den jeweils nächsten Schritt der Entwicklung in den Lern- und Entwicklungsbereichen in den Blick. Besondere Bedeutung kommt hier der Aufgabe zu, einerseits die SchülerInnen auf die Abschlüsse der Sekundarstufe I vorzubereiten und andererseits im gemeinsamen Lernen sonderpädagogisch zu unterstützen. Engen Kontakt halten wir zur Geschwister-Scholl-Realschule und zum Geschwister–Scholl-Gymnasium und ermöglichen unseren leistungsstarken SchülerInnen den passgenauen Schulformwechsel.
Seit 2014 werden in allen Klassen Schülerinnen und Schüler im Gemeinsamen Lernen unterrichtet. Im multiprofessionellen Team mit Förderschullehrern, Integrationskräften, Sozialpädagogen und Berufseinstiegsbegleitern werden in regelmäßigen Teamsitzungen die individuellen Förderbedarfe der einzelnen Schüler diskutiert und Termine für För-derplangespräche terminiert. In Zusammenarbeit mit den Kindern und den Eltern wer-den Förderplanungen entwickelt, durchgeführt und evaluiert.
Besonderen Herausforderungen in der Arbeit mit Kindern mit und ohne Förderbedarf begegnen wir mit individuellen Förderangeboten in unterschiedlichen Bereichen, wie z.B.:
• der Schneider-, Frisör/Kosmetik- und Fahrradwerkstatt,
• der psychomotorischen Förderung im Trampolinkurs,
• dem sozialen Boxprojekt,
• dem heilpädagogischen Reiten,
• dem Tanz- und Kunsttherapeutischen Projektangebot

Daneben gibt es spezielle Förderung im Bereich Dyskalkulie und Lese-Rechtschreib-Schwäche.
In Förderplangesprächen werden Ziele, die mit der Teilnahme an den entsprechenden Angeboten verbunden sind, festgelegt und in festgelegten Zeitabständen auf ihre Wirk-samkeit hin evaluiert.

BERUFSWAHLVORBEREITUNG
Die Vorbereitung auf die Arbeitswelt, die Wahl des zukünftigen Berufes und die Hinfüh-rung zu einer Ausbildung sind ein bedeutendes Anliegen unserer Schule. Es ist unser Ziel die Handlungskompetenz der SchülerInnen hinsichtlich der Berufswahlorientierung und der Berufswahl zu fördern und sie zu einer für sie sinnvollen Entscheidung zu führen. Dabei kommt dem Thema „Lebensplanung“ eine wichtige Bedeutung zu.
Hierbei handelt es sich um einen langfristigen Entwicklungs- und Entscheidungsprozess, der an unserer Schule systematisch ab Klasse 7 unter Beteiligung aller Fächer, verstärkt jedoch in den Fächern Arbeitslehre, Deutsch, Informatik und Wahlpflichtunterricht fä-cherübergreifend stattfindet. Eine intensive Vernetzung der Arbeit von LehrerInnen, sozialpädagogischen Fachkräften, Berufseinstiegsbegleitern und außerschulischer Insti-tutionen wie Agentur für Arbeit, Berufskollegs und Betrieben sowie Studenteninitiativen soll uns helfen, die Zielsetzungen der Berufswahlorientierung zu erreichen. Im Netzwerk mit der IHK sind in den letzten Jahren acht Kooperationen mit Betrieben geschlossen worden, mit denen feste Vereinbarungen für die Zusammenarbeit getroffen wurden.

Neben berufsspezifischen Anforderungen erwartet die Arbeitswelt persönliche und soziale Kompetenzen von Schulabgängern/Berufsanfängern. Die Vermittlung dieser Schlüsselqualifikationen ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit verbunden mit Themen der Lebensplanung. Begegnungen mit der Arbeits-welt z.B. im Rahmen der Praktika in den Klassen 8, 9 und 10, beim Berufsorientierungstag mit Betriebsleitungen und Handwerksmeistern in unserer Schule sowie bei Betriebs-besichtigungen stehen dabei im Vordergrund. Weitere Angebote gibt es seit 2016 in Form von Kursangeboten an der Waldschule, die von Handwerksmeistern durchgeführt werden.

SOZIALES LERNEN
Im Sozialen Lernen geht es vor allem darum, Schülerinnen und Schüler in ihrer Kommu-nikationsfähigkeit zu stärken und die Konfliktfähigkeit zu schulen. Dazu sind Klassenrat, Gesprächstraining, Deeskalationstraining, Streitschlichtung und Kursangebote wie „Fit for Life und Sozialtraining“ Bestandteile des Schulprogramms. Dabei sind uns eine inten-sive Elternarbeit und die Vernetzung mit anderen sozialen Einrichtungen in der Stadt wichtig. Die sozialpädagogischen Fachkräfte unserer Schule sind AnsprechpartnerInnen für die SchülerInnen, deren Eltern, Erziehungsberechtigten und LehrerInnen bei besonderen Fragestellungen.
Als Mitglied im Programm „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ haben wir uns zu einem jährlichen Projekttag bzw. Tagen mit entsprechender Thematik verpflichtet. Grundsätzlich ist das Thema „Respekt“ ein wichtiger Baustein, den wir im Alltag beharr-lich einfordern. Außerdem werden unsere Schülerinnen und Schüler bereits ab Klasse 5 in Wahl- und Pflichtkursen gefördert sowie durch eigenverantwortliches Lernen z.B. in Schülerkiosk, Mensa- und Frühstücksdienst, in der Schülerfirma beim Catering oder als Schulsporthelfer und Streitschlichter in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt.

KULTURELLE BILDUNG
Die Kulturelle Bildung ist seit Jahren ein bedeutendes Element unserer Schulentwicklung, denn Kulturelle Bildung
− stärkt Schlüsselkompetenzen
− schafft starke Persönlichkeiten
− ermöglicht Teilhabe und Mitgestaltung
− hilft Vielfalt zu leben
− bewirkt anderes Lernen und öffnet neue Lernzugänge

Die Aufnahme von kulturellen Bildungszielen ins Schulprogramm und deren Umsetzung in den Kernlehrplänen soll Kulturelle Bildung sicherstellen und der Benachteiligung Ein-zelner entgegenwirken.
Ein schulischer Kulturfahrplan wird an der Waldschule im Rahmen des Projektes „Kul-turagenten für kreative Schulen“ entwickelt. Dabei wird auf die Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen und Künstlern besonderer Wert gelegt.
Im Schuljahr 2017/2018 arbeiten wir u.a. eng zusammen mit:
− Cactus Junges Theater
− Theater Münster
− Picasso-Museum, Stadtmuseum, LWL Museum für Kunst und Kultur
− Jugendkunstschule
− Westf. Schule für Musik
VHS
− Kap8, Wuddi, Bürgerhaus Kinderhaus
− Sportverein Westfalia-Kinderhaus
− Bennohaus
− mit Künstlerinnen und Künstlern (s. Kulturfahrplan der Waldschule Kinderhaus)

Weitere beständige Kooperationspartner sind:
• Verein für Psychomotorik Münster
• Schulpsychologische Beratungsstelle – Förderung des Heilpädagogisches Reitens – Lernförderung
• „Lernen Fördern“
HBZ
SBH-West
• Agentur für Arbeit
• Boxzentrum Münster
• Kooperierende Ausbildungsbetriebe in Münster
JAZ
• Ergotherapeutische Praxis Belka
• Gesundheitsamt, Dr. Iseke

Globales Lernen und Gesundheit
Der Bereich “gesunde Ernährung in Verbindung mit den Zielen des Umweltschutzes” hat in der Waldschule Kinderhaus einen zunehmenden Stellenwert. Damit die Schülerinnen und Schüler aktiv und praktisch an der Gesundheits- und Umwelterziehung beteiligt werden können, ist 2008 die Schülerfirma “Eat Fresh” gegründet worden. Die Firma besteht aus verschiedenen Abteilungen.
Bei der Herstellung ihrer Produkte werden vegetarische Lebensmittel möglichst saisonal,
regional, biologisch und fair gehandelt verwendet. Die Schülerfirma bietet ihre Produkte im Rahmen des Ganztagsunterrichts beim Kioskverkauf und in der Mittagspause im Schülercafé an. Außerdem werden für soziale Einrichtungen Cateringaufträge entgegen-genommen und bearbeitet.
Im Rahmen der Netzwerkarbeit Schulgärten Münster wurde 2013 eine Streuobstwiese mit 50 alten Münsterländer Obstsorten von ca. 300 Schülerinnen und Schüler der neun Netzwerkschulen angelegt. Diese Fläche wird in den Unterricht und die Ganztagbetreu-ung der beteiligten Schulen integriert. Eine Bachpatenschaft für den an das Schulgelände angrenzenden Kinderbach hat die Waldschule 2015 übernommen. Im Rahmen eines Wahlpflichtkurses werden die entsprechenden Unterrichtsinhalte thematisiert und die im Vertrag festgelegten und übernommenen Aufgaben ausgeführt.

Die Verpflichtung als Fairtrade Schule wird in verschiedenen Bereichen des Schullebens deutlich. Fair gehandelte Produkte werden in der Schulverpflegung, im Lehrerzimmer und bei besonderen Aktionen wie Nikolausaktion, Valentinstag, T- Shirts zum Entlasstag, Sportbälle, etc. angeboten. Die SV wird als ein schulisches Gremium in den Prozess ein-bezogen. Es soll ein Bewusstsein dafür entwickelt werden, in möglichst vielen Bereichen fair gehandelte Produkte einzusetzen und den Grundgedanken des fairen Handels zu verstehen.

WAS SIE SONST NOCH ÜBER UNS WISSEN SOLLTEN:
− Teilnahme am Modellprojekt „Selbstständige Schule“ von 2002 bis 2008
− Seit Januar 2002: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage im Rahmen des Pro-jektes der Aktion Courage e.V. zur Förderung von Zivilcourage.
Respektvoll miteinander umgehen, voneinander lernen und Verantwortung übernehmen, für sich und für andere – das sind Werte, die für das Zusammenleben an unserer multikulturell geprägten Ganztagshauptschule eine besondere Bedeutung haben.
− Schulinspektion (heute Qualitätsanalyse) 2005 (Pilotschule)
− 2008/2009: Erste Schule in Münster mit 60-Minutentakt
− 2008 und 2009 erster Platz im Wettbewerb „Kinder zum Olymp!“ mit den Produkti-onen „Respekt“ und „Balance“, Endrundenteilnehmer 2011 und 2012 in fester Ko-operation mit Cactus Junges Theater
− Regelmäßige Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, 2010 erster Preis für NRW
− 60 Jahre Menschenrechte 2008: Erster Platz im Wettbewerb der „Stiftung Lesen“ und „Amnesty International“
− Teilnahme am Projekt Bildungs- und Erziehungspartnerschaft der Serviceagentur „GANZTÄGIG LERNEN NRW“ 2009-2010
− Bestenehrung durch das Land NRW im November 2011
− Kooperation mit dem Symphonieorchester des Theaters Münster und vier anderen weiterführenden Schulen (Westside-Story 2010; Petruschka 2012; Le sacre du prin-temps 2017)
− Teilnahme am Modellprojekt „Kulturagenten für kreative Schulen“ im Netzwerk mit der Geschwister-Scholl-Realschule und der Uppenbergschule gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Mercatorstiftung (2011-2015; Fortsetzung 2015-geplant 2018 im Netzwerk mit der Uppenbergschule und der Sekundarschule Münster)
Ziel ist es, kulturelle Bildung für alle Schülerinnen und Schüler sicher zu stellen und ein kulturelles Profil in der Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern zu entwickeln.
− Teilnahme am Projekt „Leseschule NRW“ 2014 – 2018
Im Netzwerk mit allen Schulen des Stadtteils Kinderhaus sollen Konzepte entwickelt werden, um die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler zu verbessern.
− Bachpatenschaft im NABU Münster; Oktober 2015
− Gütesiegel „Schule der Zukunft“ NRW; Auszeichnung November 2015
− Gütesiegel „Netzwerk Schulgärten“; Auszeichnung November 2015
− Gütesiegel Fair-Trade-Schule; Auszeichnung im Januar 2017
Als „Fair Trade Schule“ (Auszeichnung im Januar 2017), „Schule der Zukunft“ und „Netzwerkschule Schulgärten (Auszeichnungen 2015) nimmt die Waldschule im Bereich Globalisierung, Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung ihre Aufgaben in vielfältigen Aktionen und Bereichen wahr.

Download: wer wir sind.pdf (340kB)